Weltbester Torhüter des 20 Jahrhunderts im "Signs of Fame"
Er war in den sechziger und siebziger Jahren, mit der Krone des Weltmeistertitels von 1974, der erfolgreichste deutsche Keeper und Idol von Millionen: SEPP MAIER. Der Münchner Torhüter absolvierte 95 Länderspiele und ist damit gegenwärtig deutscher Rekord-Nationaltorhüter. Von1988 bis 2004 trainierte er zudem als Torwarttrainer die deutschen Nationalmannschaft.
Sepp Maiers, der auch als "die Katze von Anzing" bezeichnet wurde, hat auch noch einen zweiten Nick-Name: "Karl Valentin des Fußballs". Er ist für seinen bayerischen Humor bekannt, und hechtet während eines Spiels nicht nur nach dem Ball, sondern auch schon mal nach einer am Spielfeld entlang laufenden Ente.
Heute ist Sepp Maier gern gesehener Gast in div. TV-Shows und war u.a. bei den "Festen der Volksmusik" mit Florian Silbereisen, der natürlich ebenfalls schon im "Signs of Fame" vertreten ist, auf der Tournee.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.
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Auf Einladung der oberfränkischen Sparkassen besuchte Sepp Maier, Assistenztrainer Michael Henke (links) und ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf die "Fernweh" Stadt Hof. Pressekonferenz, Elfmeterschießen und eine Autogrammstunde standen auf dem Programm. Aber auch Sepp Maiers Aufnahme in den "Signs of Fame" des Hofer Fernwehparks. Und: Der FC Bayern München wurde in Vertretung von Michael Henke ebenfalls im Fernwehpark verewigt. Henke brachte dazu ein von allen Spielern signiertes Grußschild mit, über das wir in der Story "FC Bayern München" gesondert berichten.
Noch ahnt der "Fußballer des Jahres" von 1975, 1977 und 1978, der zudem im gleichen Jahr auch das Bundesverdienstkreuz erhielt, nicht, was heute auf ihn zukommt.
Fernwehpark Initiator Klaus Beer hatte für Sepp Maier ein Star-Schild anfertigen lassen, bei dem der Star-Keeper den Eindruck haben könnte, vielleicht ein Weißbier zuviel getrunken zu haben, denn Sepp Maier sah sich an diesem Nachmittag nicht nur doppelt, sondern mehrfach. Wurde doch das Schildermotiv in Anlehnung an das Sparkassen-Plakat entworfen, als PR-Wiedererkennungseffekt sozusagen.
Sepp Maiers Humor ist bayrisch. Bayrisch derb zuweilen. Herzlich, aber auch manchmal föhnig, bisweilen rauh. Ein Mann, der sich in kein Schema pressen läßt und sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Was er antwortet, als Klaus Beer ihm die berühmt berüchtigte "Fernwehfrage" stellt, ist eben Sepp Maier. Typischer geht's wirklich nicht.
"Und noch einen Blick in die Kamera bitte" Maier. "Komm, jetzt loast mir ober mei Ruah, jetzt ist's OK", sagt's und will schon mal verschwinden. Doch Halt. "Ein Bayer in Hollywood" steht noch auf dem Programm.
Torhüterhände - "Goldene Hände". Hände, auf die Millionen schauten. Hände, von denen Sieg oder Niederlage, ja Träume der Fußballfans abhingen - nun für alle Zeiten verewigt. Welchen markigen Spruch Sepp Maier dann bei der Tongeschichte vom Stapel ließ, kann man in unserer Bildergeschichte der "Handabdrücke in Ton" erfahren.
Der "Trick" beim Star-Mobil
Nach den Handabdrücken in Ton und der Schildersignierung fehlte jetzt nur noch die Unterschrift auf der Kühlerhaube des Fernwehpark-Mobils. Doch Sepp Maier dazu auch noch bitten? Klaus Beer. "Ich glaube, da hätten wir an diesem Nachmittag keine Chance mehr gehabt, wenn nicht ein Quentchen Zufall und Glück mitgespielt hätte..."
Klaus Beer parkte das Auto direkt vor dem Sportheim, Kühlerhaube Richtung Straße. Wegen der besseren Bilder, falls Sepp Maier doch mit zum Auto gegangen wäre. Und wegen der Helligkeit, denn es war ein trüber Tag. Doch dann begann es zu regnen. Klaus Beer setzte das Auto um, damit die Unterschriften unter der Überdachung des Sportheims lagen. Finsterer zwar, aber vom Wetter geschützt.
Klaus wollte gerade sein Auto besteigen, um nach der Aktion nach Hause zu fahren, da öffnete sich die Türe des Sportheims und Sepp Maier kam mit Michael Henke und einem Bodyguard heraus. Ging direkt am Fernwehpark-Mobil vorbei zu seinem Auto, um einen Stapel Autogrammkarten zu holen. Klaus Beer: "Das war meine Chance. Den ersten Gang am Auto vorbei hatte ich verpaßt. Doch er mußte ja wieder zurück. Hindurch zwischen den nur einen halben Meter Zwischenraum zwischen Häuserwand und Kühlerhabe mit den Unterschriften."
Klaus Beer reagierte sofort. Zeit, die Kamera nocheinmal aus dem Wagen zu holen, ist nicht. Als Maier mit einem Stapel Autogrammkarten zurück kam, versperrte Beer den Weg zwischen Auto und Wand, postierte sich mit gezücktem Lackstift vor der Kühlerhaube und drückte diesen Sepp Maier mit der Bitte um Unterschrift in die Hand.
Ein Foto gab's nicht. Doch dafür ist hier das Ergebnis zu bewundern. Wie heißt's? Ein Schlitzohr kann nur mit einem noch Größeren geschlagen werden. In diesem Fall war Klaus am Drücker, hat er doch vorhin von Sepp einen Rüffler einstecken müssen. "Also wennst scho meine Händ dreckig machst, dann machst sie gfälligst a wieder sauber..." Gemeint war die Handabdruck-Aktion. Anmerkung: Natürlich hatte Klaus Beer ein Handtuch dabei gehabt, doch Sepp Maier verschwand danach so schnell, daß dieses gar nicht gereicht werden konnte.