Hofer Fernweh-Park Hofer Fernweh-Park

 

Die aussergewöhnlichsten Prints im „Signs of Fame“

Solche Abdrücke eines Stars gab es im Fernwehpark bislang noch nie. Kein Wunder, wurden sie doch von einem bewundernswerten Menschen hinterlassen. Von GERD SCHÖNFELDER, 22-facher Medaillengewinner der Paralympics Winterspiele – und menschliches Vorbild.

Gerd Schönfelder

GERD SCHÖNFELDER hat nach einem Zugunfall nicht aufgegeben, hat weitergemacht, im Sport, der schon immer sein Leben bestimmte. Erst Fußball, dann alpiner Wintersport. Und er hat nicht nur für sich trainiert, für körperliches Fitness, sondern wollte mit seinen Leistungen anderen Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen Mut machen. Und das hat er geschafft. Er hat es bewiesen mit 16 Goldmedaillen bei den Paralympics Winterspielen.

Nach der Signierung seines STAR-SCHILDES erfolgt die Aktion der Handabdrücke alá Hollywood, die jedoch hier im Fernwehpark neben der Ehrung noch eine ganz andere, tiefergehende symbolische Bedeutung haben.

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

Auf Grund des körperlichen Handicaps des Sportlers bittet Gerd Gerd Schönfelder Klaus Beer, doch auch auf seine Hand zu drücken, damit diese sich recht tief im Ton abzeichnet. Kein Problem für Klaus, der dies schon bei vielen Prominenten getan hat, wie z.B. erst kürzlich bei Dr. h.c. Ute-Henriette Ohoven, der UNESCO Sonderbotschafterin.

Gerd Schönfelder

Da z.B. PHILLIPP LAHM seinen Fußballstiefel, Starkoch ALFONS SCHUHBECK einen Löffel und der Schriftsteller MATTHIAS POLITICKY einen Füllfederhalter zu seinem Handabdruck in den Ton drückte, fragt Klaus Beer ob es möglich wäre, in diesem Fall die wertvolle Goldmedaille mit zu verewigen?

Gerd Schönfelder ist sofort einverstanden: „Wenn wir sie hinterher wieder sauber bekommen?“ „Na klar, kein Problem“ sagt Klaus und verweist auf den geschmeidigen Spezialton, den der Hofer Töpferladen speziell für die Star-Handprints nach Geheimrezept entwickelt hat und der nach dem Eindruck kaum Spuren an den Händen der Stars hinterläßt.

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

Und „Action“. Mit aller Kraft presst Gerd Schönfelder die Goldmedaille von Vancouver in die graue Masse.

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

Herrliche Bilder, die jeden Kameramann begeistern, so auch das Team von TVO.

Gerd Schönfelder

„Na, ist der Abdruck gut geworden?“ Interessiert begutachten Gerd Schönfelder und Klaus Beer den Abdruck der Medaille. „Da kann man ja sogar die Schriftzüge lesen“, staunt Gerd.

Gerd Schönfelder

Jetzt müssen die Abdrücke nur noch signiert werden.

Gerd Schönfelder

Dazu ritzt Gerd Schönfelder seinen Namenszug in den Ton.

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

„Halt, noch was vergessen“. Zwischen seine an der Hand verbliebenen Fingern malt Gerd noch einen kleinen Smily. Ein wirkliches Vorbild, für alle, die mit einem Handikap leben müssen.

Gerd Schönfelder

Silke Malburger von Extra Radio nutzt die Gunst der Stunde und befragt den Paralympics Sieger spontan nach seinen Gefühlen und Eindrücken zu der Ehrung. Gerd Schönfelder, auch zum Hofer Anzeiger/ FRANKENPOST: „Für mich ist das eine ganz besondere Sache, neben solch bekannten Persönlichkeiten vertreten zu sein. Ich bin natürlich sehr gerne dabei und schon ein bisschen stolz darauf. Und dort, bei Rosi Mittermaier, bin ich doch bestimmt ganz gut aufgehoben...“

Gerd Schönfelder

Das Shooting ist in vollem Gang. Jetzt ist alles im Bild: Die Handprints, die Goldmedaille und natürlich der Goldmedaillengewinner mit seinem im Hintergrund stehenden, signiertem Star-Schild.

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

Was folgt, ist die wohl wichtigste Pose: Das Friedenszeichen. Denn mit ihren Handabdrücken in Ton werden die Prominenten nicht nur für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder wie hier dem Sport geehrt, sondern heben damit symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt. Und da Gerd Schönfelder sich auch aus Überzeugung als PATE für die Schule „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ zur Verfügung gestellt hat, steht er auch hier mit vollem Herz hinter der Idee und dem Ziel des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts.

Gerd Schönfelder

Klaus Beer dazu bei der anschließenden Führung: „Ich spreche ja nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Durch über 30 Jahre Reisen mit der Filmkamera um die Welt weiß ich, wie wunderschön unser Blauer Planet ERDE ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Machtgeilheit und religiösen Fanatismus soviel Leid über Unschuldige bringt. Ich habe mir deshalb eines geschworen NICHT zu tun. Nämlich NICHTS zu tun. So steht der Fernwehpark, bewußt eröffnet an einem magischen Datum, am 9. November 1999 – 10 Jahre nach dem Fallen der Mauer – für GRENZENLOSE FREIHEIT und für Völkerverständigung.“

Und wird dann Gerd Schönfelder noch zu einem Pfahl führen, an dem dies optisch zum Ausdruck gebracht wird. Denn neben dem Schild von Washington D.C. sind viele arabische Schilder angebracht, Zeichen, daß man sich auf der ganzen Welt in Frieden begegnen könnte, wenn die Gehirne der Menschen nicht so bestialische Gedanken und Taten hervorbringen würden...

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

Und so sehen die Abdrücke des Paralympic-Siegers aus.

Gerd Schönfelder

Gerd Schönfelder

Zwischen den Aktionen, bei denen die Medaille nicht im Bild ist, darf Erika Beer diese halten, eine Vertrauensbeweis – und präsentiert diese über einem der STAR-STERNE des „Boulevard der Humanität“ den Linsen der Fotografen.

Gerd Schönfelder

Auf der Rückseite sind die Daten, auch ich Blindenschrift, eingelassen. Die „Gold“-Medaille besteht aus massiven Silber und ist nur vergoldet, sagt Gerd Schönfelder. Sonst wäre sie in dieser Form zu schwer und auch zu teuer, um so durch die Gegend getragen zu werden.

Gerd Schönfelder

„Darf ich mal einen Blick riskieren, sie vielleicht kurz mal anfassen“, fragt eine Passantin und auch andere begutachten sehr interessiert das wertvolle Stück. Denn eine echte Goldmedaille bekommt man schließlich nicht jeden Tag zu Gesicht“ – da muß man schon in den Fernwehpark kommen...

Gerd Schönfelder

„Das sind wirklich einmal ganz besondere Abdrücke“, sagt Klaus Beer, der bislang über 250 Star-Handprints in einem Lager gestapelt hat, die darauf warten, im "Fernweh Star-Museum“, das gegenüber des Fernwehparks geplant ist, ausgstellt zu werden. Unter Glas und mit entsprechender Beleuchtung, damit durch die Licht/Schattenwirkung die Reliefs der Prints noch deutlicher zum Vorschein kommen. Zuvor jedoch müssen sie noch ein paar Tage an der Luft trocknen, bevor sie vom Hofer Töpferladen steinhart gebrannt werden.

Fotos Ehrung: Erika Beer

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