Reinhold Messner
Bergsteigerhände in Beton
Sie umkrallen den Fels, suchen Löcher und Spalten in Gestein und jagen den Pickel in das Eis. Hände, die sich bis hoch zu den Wolken arbeiteten, bis dahin, wo kaum mehr Luft zum Atmen ist. Auf den Gipfeln der höchsten Berge der Welt.
Diese Hände nun wurden in Beton verewigt.
In Marktneukirchen nahm Fernweh-Park Initiator Klaus Beer neben dem persönlichen Grußschild
REINHOLD MESSNER, den besten Bergsteiger der Welt, auch mit seinen "Handabdrücken in
Beton" in den "Signs of Fame" des Hofer Fernweh-Parks auf.
Klaus Beer: "Nach dem Foto-Shooting der Schilderübergabe STARS im Fernweh-Park, heißt es jetzt für uns: Zement mischen, rein in die Form und glattstreichen. Und das alles im Akkord. Denn der Zement ist mörderisch. Als ich am Frühstückstisch erscheine, erhebt sich Reinhold Messner sofort. "Ich komme". Messner ist ein Mann der Tat. Einmal versprochen, hält er sich an das Timing. Wie auch sonst könnte er seine Expeditionen planen und Unternehmungen wagen, bei denen es ums Überleben geht.
Klaus Beer: "Nach der Signierung seines STAR-SCHILDES wird die Aktion ersteinmal unterbrochen. Denn für uns heißt es jetzt: Zement mischen, rein in die Form, glattstreichen. Und das alles im Akkord. Denn dieser Zement ist mörderisch. War er sonst immer zu locker, haben wir in letzter Zeit einen anderen im Einsatz, der fast in Minutenschnelle härtet...
Als ich am Frühstückstisch erscheine, erhebt sich Reinhold Messner sofort. "Ich komme", sagt er. Messner ist ein Mann der Tat. Einmal versprochen, hält er sich an das Timing. Wie auch sonst könnte er seine Expeditionen planen und Unternehmungen wagen, bei denen es ums Überleben geht. Und er hat auch sofort verstanden, daß ihm nach dem Anmischen des schnell anziehenden Betons nur wenige Minuten bleiben, um gute Konturen seiner Hände in dem Gemisch zu hinterlassen.
"So sollten Sie die Hände anlegen, in die Mitte kommt dann noch die Messingplakette mit Ihrem Namen..." Klaus Beer erklärt Reinhold Messner, wie's am besten geht.
Doch weit gefehlt. Obwohl beide lachen, gibt's leichte Schwierigkeiten. Trotz der Kälte hat der Beton schon wieder arg angezogen. Doch Reinhold Messners kräftige Hände schaffen natürlich auch den Beton.
"Sieht ja wie ein Kunstdruck aus", sagt Reinhold und freut sich über das gelungene Werk.
Blick zurück, als der TON noch BETON war...
Doch Klaus Beer sieht das im nachhinein nicht so. Klaus: "Schade, daß Reinhold Messer noch in die Zeit fiel. als wir noch am Tüfteln um den richtigen Beton für die Handabdrücke waren. Eine Zeit auch, in der die Mischung mal zu fest, dann wieder zu weich ausfiel. Einmal hatte der Star dann Schwierigkeiten, überhaupt mit den Fingern einzudringen, wie heute Reinhold Messner, ein anderes Mal war die Mischung wieder so locker, daß wir aufpassen mussten, daß die Handprints auf der Rückfahrt im Auto nicht wieder zerrüttelten. Erst als der Hofer Töpferladen einen Spezial-TON entwickelte, war es optimal. Dieser Ton bleibt bei entsprechender Lagerung gute 2 Tage verformbar und das Ganze ist auch eine sehr saubere Angelegenheit für den Star selbst"
Wie man sieht, erhielt Reinhold Messern damals noch eine Messingplakette mit seinem Namen, die zwischen die Abdrücke in das Tongemisch eingesetzt wurde. Heute ziert die Vorderfront eine Leiste mit dem Namen des Projekts und die Stars werden gebeten, ihre Handprints noch zu signieren.
Weiter wird die Tonform auf einem Untergestell plaziert, daß man bequem in der Hocke die Handabdrücke absolvieren kann. Hocke deshalb, da zudem auf einer Stellage das signierte Star-Schild in den Hintergrund gestellt wird. Alles Dinge die sich aus der Praxis heraus entwickelten und heute bei Star-Ehrungen mit dem umfangreichen Fotoshooting gang und gebe sind.
Star-Handabdrücke der ersten Stunde

Echt Unikat und museal: Die Star-Handabdrücke, die in den Anfängen des "Signs of Fame" noch mit Zement angefertigt wurden.