„Magier-Hände“ für immer in Ton verewigt
HANS KLOK wird der „schnellste Magier der Welt“ bezeichnet, hatte eine eigene Show in Las Vegas und zieht rund um die Welt die Zuschauer mit seinen faszinierenden Illusionen in seinen Bann. Er ist offizieller Botschafter der UNICEF und tourte mit seiner Show „History of Magic“ durch über 60 Städte in Europa und Dubai. Zu den absoluter Höhepunkten seiner Karriere zählte seine Tournee durch China im Herbst 2004.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland verfolgten rund 500 Millionen Zuschauern in 152 Ländern, wie er die begehrte Fußballtrophäe „erscheinen“ ließ.
2009 begeistert der Magier auf seiner Europa-Tournee „A magic evening with Hans Klok and friends“ Tausende. Im Rahmen dieser Tour trifft die Fernwehpark Crew Hans Klok in der
Stadthalle Fürth, wo er vor der Vorstellung in die „Signs of Fame“ des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts „Fernwehpark“ aufgenommen wird.
Nach der Signierung seines Star-Schildes weht ein Hauch von Hollywood durch die Stadthalle. Es folgt die Aktion der Handabdrücke.
Fernwehpark Initiator Klaus Beer erklärt wie immer am Anfang was zu tun ist, um möglichst plastische Handabdrücke zu hinterlassen: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten.“ Denn einmal drin, sind die Abdrücke zu sehen und es kann nichts mehr verändert werden, sollte die Plazierung nicht stimmen.
Das Fotoshooting ist bereits in vollem Gang. Während des Arbeitens bittet der Fernwehpark Fotograf, immer mal einen Blick in die Kamera zu werfen.
„Paßt es so?“ Ein fragender Blick zu Klaus Beer, der sehr zufrieden ist. Hans Klok hat kräftige Hände, versteht wie auf der Bühne zuzupacken und hat kein Problem, auch hier den Ton „zu bändigen“.
Der Abstand ist festgelegt, die ersten Bilder sind im „Kasten“. Und nun am besten mit der linken Hand beginnend, einfach hinein in den Spezialton, den der Hofer Töpferladen nach Geheimrezeptur entwickelt hat. Denn früher wurden die Handabdrücke der Stars wie in Hollywood vor dem Mann`s Chinese Theatre mit echtem Beton durchgeführt. „Das war Nervenkrieg pur“, sagt Klaus Beer.
„Wurde mal ein Promi zum Beispiel durch ein Fernsehteam aufgehalten und der Beton war schon angemischt, hatte dieser manchmal schon so stark angezogen, daß der Star kaum noch mit den Händen hinein kam. Wäre das Gemisch dagegen zu wässrig gewesen, würden die Handabdrücke auf der Rückfahrt im Auto wieder zerrüttelt worden. Zudem war alles eine sehr staubige, ja schmutzige Angelegenheit.
Peinlich, wenn die Künstler vor dem Auftritt im Bühnenoutfit, was widerum gut für die Bilder ist, erschienen.
So kam der Hofer Töpferladen auf die Idee, einen Ton zu entwickeln, der auch gut zwei Tage, dicht verschlossen, noch verformbar bleibt. Zudem ist die Aktion nun eine so saubere Geschichte, daß nach dem Eindrücken oft nicht einmal die Hände gewaschen werden müssen.
Wie von Klaus Beer weiter vorgeschlagen, drückt Hans Klok nun mit der anderen Hand jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig ein. Denn mit derselben Hand in die graue Masse zu kommen, erfordert sehr viel Kraft und ist kaum zu bewerkstelligen. Zudem dürfen sich die Stars auch nicht überanstrengen, wenn sie kurz danach auf die Bühne müssen.
Da es vorallem bei Hans Klok auf sehr viel Fingerfertigkeit ankommt, muß man mit seinen „Zauberhänden“ natürlich sehr vorsichtig umgehen.
„Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“, erklärt Klaus weiter. Da der Handballen aber immer eine Problemzone darstellt, legt Hans sein ganzes Gewicht darauf.
Nun ist die andere Hand an der Reihe. Wunderschön zeichnet sich bereits die Linke im Ton ab. Klaus Beer: „Mit den Handabdrücken alá HOLLYWOOD werden die Stars aber nicht nur für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport geehrt, sondern heben damit symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt“. Und da macht Hans Klok, der sich bereits als Botschafter für UNICEF engagiert, gerne mit.
Hans Klok, der Perfektionist, ist ganz bei der Sache, scheint den Ehrgeiz zu haben, besonders schöne Abdrücke hinterlassen.
Und „Action“. Jetzt nocheinmal mit aller Kraft. Hans Klok erhebt sich aus der Hocke und gibt voll Power.
Natürlich würde alles viel besser im Stehen gehen, doch dann würde man das signierte Star-Schild verdecken, das im Hintergrund möglichst immer mit im Bild sein soll. Nach über 200 Star-Shootings hat Klaus Beer für die Fernwehpark Bilderstory und für Pressebilder gewisse Posen und Blickwinkel im Kopf, für die der Fotograf gebrieft ist und die abgearbeitet werden müssen. Da die Stars selbst Profis sind merken sie bald, daß die Aktion nicht mit zwei, drei Bildern abgetan ist sondern daraus ein professionelles Shooting wird, das trotzdem so schnell als möglich über die Bühne geht.
Geschafft! Die Abdrücke sind drin. Interessiert betrachtet Hans Klok sein Werk. Klaus Beer ist begeistert. „Sie sind super geworden“.
Jetzt müssen die Handprints nur noch signiert werden.
Dazu ritzt der Illusionskünstler seinen Namenszug in den Ton.
Und so sehen die Handabdrücke des „schnellsten Magiers der Welt“ aus.
Nach ein paar Tagen des Luftrocknens werden die Handabdrücke vom Hofer Töpferladen steinhart gebrannt. Zu sehen sein sollen sie einmal im Fernweh Star-Museum, das gegenüber des Fernwehparks geplant ist. Eingerahmt und unter Glas, mit entsprechender Beleuchtung, so daß durch die Licht/Schattenwirkung die Konturen deutlich zum Vorschein kommen.

Fotos: Ralf Standtke