Trommeln für den Weltrekord
Ihre "Schlagfertigkeit" wollen die Mitglieder des Hofer Ensembles "Down Town Samba" am kommenden Sonntag, 05. September, um 15.00 Uhr beweisen. Dann werden die Percussionisten am Hofer Fernwehpark an einem "Samba-Percussion-Weltrekordversuch" teilnehmen. Ziel ist der Eintrag in das Guinness -Buch der Rekorde.

Zusammen mit vielen anderen Percussionsgruppen, die über die ganze Erde verteilt mitmachen, soll versucht werden, den bisherigen Weltrekord im "Simultantrommeln" zu übertrefffen., Dieser wurde am 2. Juli 2002 in Hong Kong Colesseum in China von 10102 Percussionisten aufgestellt.
Damit aber die teilnehmenden Gruppen nicht einfach wild drauflos trommeln, hat ein brasilianischer Komponist eigens für dieses Ereignis ein Stück geschrieben. Diese Musik ist seit dem 5. August im Internet abrufbar, und so konnten die verschiedensen Ensembles bereits dafür üben.
Außerdem müssen an den verschiedenen Veranstaltungsorten bestimmte Bedingungen eingehalten werden, die ebenfalls im Internet einsehbar sind.
Eine wesentliche Voraussetzung, damit eine Gruppe als Weltrekord-Beitrag gewertet werden kann, ist die Anwesenheit von jeweils zwei unabhängigen Zeugen aus dem öffentlichen Leben. In Hof werden das Kulturbürgermeister Hans Pechstein und Fernwehpar-Initiator Klaus Beer sein.

Sonntag, 14.30 Uhr. Heiß brennt die Sonne vom Himmel des wolkenlosen Spätsommertages. 22 Percussionisten treffen mit ihren großen Trommeln ein, gekleidet in einem einheitlichen Dress: Dschungelgestreifte Blusen und Hemden und schwarzen Hosen. Ein herrliches Bild.

"Down Town Samba" nimmt schon mal für ein Pressefoto vor der medienerprobten Schilderkulisse des Fernwehparks Stellung, dort, wo sich bislang alle Stars und Sternchen für ihre Aufnahme in den "Signs of Fame" postieren und die Schilderübergaben stattfinden. Doch für "Down Town Samba" passt die Kulisse besonders gut. Sie trommeln direkt unter dem Schild von RIO DE JANAIRO, Copaccapana Beach.

Für den Initiator der Percussionisten-Gruppe, Frank Trommer brauchte es keine lange Überlegung, den Weltrekordsversuch ausgerechnet am Fernwehpark zu starten. Trommer: "Unsere Aktion wird weltweit durchgeführt und der Fernwehpark ist der einzige Platz in der gesamten Region, der länderübergreifend und völkerverbindend ist. Idealer geht es nicht mehr. Außerdem überträgt die am Fernwehpark installierte Webcam die ganze Aktion hinaus in die Welt, so dass man in Hong Kong, Singapur und Rio, oder wo auch immer die anderen Percussinisten gerade aktiv sind, unsere Aktion mit Blick auf die Homepage des Fernwehparks mitverfolgen kann.

Natürlich sind auch die "Zeugen" schon da. Kulturbürgermeister Hans Pechstein und Fernwehpark Initiator Klaus Beer, die am Ende der Aktion bestätigen müssen, daß alles mit rechten Dingen zuging.

Es wird spannend. Der Countdown zum Weltrekordsversuch läuft...

Punkt 15.00 Uhr MESZ, entspricht 13.00 Uhr GMT, wird das vorgegebene Samba-Stück mit der Länge von 6.30 Minuten begonnen.

"Aquarela Brasileira" heißt die Musik, die sofort in die Glieder fährt und die Zuschauer auf der anderen Straßenseite zum Füßewippen animiert. Copaccapana Feeling pur.

Und hier noch einige Bildimpressionen des Weltrekord-Versuchs, der mit den heißen, südamerikanischen Rhythmen unter den Schildern des Fernwehparks ein Fernweh-Feeling verursachte, wie es bislang noch nie so intensiv zu verspüren war.



Mit Argusaugen wachten Bürmgermeister Hans Pechstein (rechts) und Fernwehpark Initiator Klaus Beer (links) darüber, dass die Regeln von "Guinness World Records" eingehalten wurden. Nachdem dies der Fall war, bestätigten die beiden Honorationen das Event mit ihrer Unterschrift auf einem von "Down Town Samba" Initiator Frank Trommer (Mitte) mitgebrachten offiziellem Schreiben an die Guinness World Zentrale.
Lesen Sie demächst nach der Auswertung der Jury "Guinness Buch der Rekorde", ob die Anzahl von 10102 Percussionisten in Hong Kong übertroffen wurde.
Weltrekordsversuch - hat es geklappt?
Natürlich wollen unser Homepagebesucher auch wissen, ob der Weltrekordsversuch geklappt hat. Wir haben deshalb bei dem Initiator von Downdown Samba, Frank Trommer, nachgefragt. Herr Trommer, wurde die Aktion ein Erfolg? Haben Sie etwa mit Ihrer Beteiligung am Hofer Fernwehpark den Weltrekord von Hongkong überbieten können?
Frank Trommer:"Mike Cowley hat uns Ende September mitgeteilt, dass es mit dem Weltrekord leider nicht geklappt hat. Insgesamt wurden weltweit 1052 Teilnehmer am Weltrekordversuch gezählt. In Deutschland haben 417 Sambistas mitgemacht, davon aus Bayern "nur" 69 in München und wir 22 von Downtownsamba in Hof. Wenn man bedenkt, dass allein bei Mike Cowleys Festival in Cornwall 410 Sambistas aufgespielt haben, ist die deutsche Teilnahme vergleichsweise gut. Aber Mike Cowley will nicht aufgeben und hat bereits ein Folgeprojekt initiiert: Alle teilnehmenden Gruppen wurden eingeladen als sog. "Founder Members" Mitglieder eines Projektes "Samba Global" zu werden. Jedes Jahr soll erneut weltumspannend ein gemeinsames Stück eines bekannten brasilianischen Komponisten gespielt werden, in der Hoffnung, dass diese Aktion immer bekannter wird und schließlich es doch mit dem Weltrekord klappt. Bis zum nächsten Treffen dann und nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung!