Stilles Gedenken an die Opfer und Menschen in Japan
Wie viele Menschen auf der ganzen Welt stehen auch Hofer Bürger fassungslos vor den über Japan hereingebrochenen Naturkatastrophen und den damit verbundenen - nicht nur nuklearen - Folgen und trauern über die Opfer und mit den von dem Erdbeben, dem Tsunami und auch von dem atomaren Unfall betroffenen Menschen.
Deshalb haben die die Hoferinnen Christine Schoerner und Regine Deterding gemeinsam mit Klaus Beer, der sofort ein offenes Ohr für diese Idee hatte, ein stilles Gedenken initiiert.
So wurde am Freitag, den 18. März, im Hofer Fernwehpark den Opfern und dem Leid der Menschen in Japan gedacht. Als Ort wurde der „New York City Memorial Day Pfahl" gewählt, an dem bereits den Opfern des Terroranschlags vom 11. September gedacht wird. Herr Pfarrer Hans-Jürgen Konrad von der Michaeliskirche sprach ein Gebet für die Opfer.
Das Gedenken begann um 8.00 Uhr morgens,. da zu diesem Zeitpunkt vor genau einer Woche (16:00 Uhr Ortszeit) der verheerende Tsunami auf die Küste Japans traf, nachdem bereits um 14:45 Uhr Ortszeit (06:45 Uhr unserer Zeit) die Erde bebte.
Mit dabei war auch Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, der es sich nicht nehmen ließ, vor einer Dienstfahrt nach München diesem stillen Gedenken beizuwohnen. Unser Bild zeigt von links OB Dr. Harald Fichtner, Fernwehpark Initiator Klaus Beer und Frau Schoerner, Initiatorin des Gedenkens.
Klaus Beer bedankte sich bei all denen, die um diese morgendliche Stunde erschienen und betonte wie Frau Schoerner, daß es heute morgen einmal nicht um Diskussionen über Atomkraft ja oder nein geht, sondern ausschließlich um die Opfer und die Tausenden in Not geratenen Menschen in Japan.
Persönliche Gedanken von Klaus Beer zu einer Welt ohne Atomkraftwerke
Trotzdem war es Klaus Beer ein Anliegen, noch folgendes zum allgemeinen Verständnis kund zu tun, da bei Aktionen, die mit Politik verbunden ist, natürlich gegensätzliche Meinungen herrschen – mit Blick auf das wenige Meter davon entfernte Schild von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem dort zusätzlich angebrachten Schild für ein AKW-freies Deutschland, Europa und der Welt : Protest gegen die Laufzeitverlängerung alter AKW und FÜR die Abschaffung der AKW in Deutschland. .
Klaus Beers ganz persönliche Meinung als Initiator des multikulturellen und völkerverbindenen Friedensprojekts „Fernwehpark“, abgekoppelt von den Meinungen der Mitglieder des Fernwehpark-Vereins: „Bei dem Anbringen „Atomkraft Nein Danke“ bei dem Schild der Bundeskanzlerin geht es NICHT um Merkel oder eine Partei, sondern einzig und allein um EIN THEMA, das an jeder Person xyz festgemacht und damit vielleicht auch mit einer Partei, hellblau, lila oder orange oder was auch immer verknüpft sein kann. In diesem Fall wird eben Frau Merkel sich den Schuh anziehen müssen, ansonsten Benjamin Blümchen oder ein Herr Max Mustermann oder der Präsident der Vereinigten Staaten. Ich würde jedem meine persönliche Meinung dazu kundtun wenn es um Themen geht, die mit der Ideologie des Fernwehparks nicht vereinbar sind.“
Der parteifreie Fernwehpark steht in seinen Statuten, Ideologie und GLOBALEN BEDEUTUNG neben Völkerverständigung, Erhaltung des Friedens und gegen Rassismus auch ein zur "Erhaltung unserer Erde, mit ihren Landschaften, Meeren, Flüssen, Seen und Wäldern...“, den Lebensräumen des Menschen.“
Wenn der Mensch und eben dessen Lebensräume aber bedroht werden, in diesem Fall durch von Menschen eingesetzte, aber nicht kontrollierbare Techniken, in diesem Fall durch Atomkraftwerke, kann der "Fernwehpark" nicht die bekannte "3 Affen-Mentalität" vertreten: "Nichts sehen, nichts hören, nicht sprechen". Der Fernwehpark muß gegen diese Bedrohung Stellung beziehen und Flagge zeigen.
Klaus Beer: „Ich selbst könnte mich nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ich vor Angst und Feigheit vor irgendwelchen anderen Meinungen, die es immer geben wird, meine Überzeugung verleugnen und nichts unternehmen würde.“
Klaus Beers Schlußfolgerung geht zurück zu den Wurzeln allen Übels: "Die Dummheit der Menschen und deren Gier nach Macht und Geld sind und waren schon immer die Ursache für Krieg und Tod. Beispiel: Vergleicht man den Ausschlag der freigesetzten Radioaktivität von Tschernobyl mit dem der Atombombenversuche der 60iger Jahre, so überragt dieser die von Tschernobyl um das Vielfache. Und Tschernobyl selbst schon war die Katastrophe genug. Grund der Atomversuche waren Wettrüsten, also Krieg und damit verbunden Leid und Tod. So sind wir wieder beim Anfang, bei der Dummheit der Menschen und deren Gier nach Macht und Geld, die in Selbstvernichtung endet."
Beer weiter: „Es stimmt nicht, daß deutsche Atomkraftwerke nicht so gefährdet sind wie in Japan, da es hier kein so hochkarätiges Erdbebengebiet gibt und auch keine Tsunamis zu erwarten sind. Beispiel: Vor über 30 Jahren wäre bei einem Atomkraftwerk in Schweden beinahe der gleiche Fall eingetreten wie in Fukushima/Japan, da hier alle Kühlaggregate ausgefallen sind. Nur zwei sprangen sozusagen in letzter Minute wieder an. Der damals leitende Experte kann bis heute nicht erklären, warum diese plötzlich wieder ihren Dienst taten. Genau so gut hätten sie wie in Japan nicht mehr funktionieren können, so dass dann alles auf eine Kernschmelze hingesteuert wäre. Das Ganze wäre IN EUROPA Europa passiert. Der gleiche Störfall – ohne Erdbeben und Tsunami – kann durch Technikversagen, menschliches Versagen oder einen Terrorangriff (kein AKW ist gegen einen Flugzeugabsturz s. 11. September gefeit), in JEDEM Atomkraftwerk in Deutschland und auf der ganzen Welt passieren. Schon morgen, schon in dieser Stunde, in diesem Augenblick gerade, wenn man diese Ausführungen liest...“
„Und man weiss, dass es auch schon Störfälle in deutschen Kernkraftwerken gegeben hat, wenn auch zum Glück noch nie mit solchen Auswirkungen. Alles dokumentiert. Von vielen gerne verschwiegen, heruntergespielt, vielleicht verbandelt mit der Atom-Lobby, die mit diesen AKW, die die größten Gelddruckmaschinen der Welt sind, Milliarden verdient."
„Es nützt aber nichts, nur die AKW in Deutschland abzuschalten, auch die in den Nachbarländern, in ganz Europa müssen vom Netz. Folge: Auch die in der ganzen Welt. Man muß auf erneuerbare Energien, Alternativ-Energien (Wind, Wasser, Solar etc.) setzen. Die ganze Welt muß sich von der Kernkraft verabschieden, die von Menschen nicht beherrschbar ist.“
Klaus Beer: „Ich hoffe, daß Japan mit seinen tapferen Menschen das Schlimmste noch verhindern kann - dies muß der Auftakt für das AUS des Atomzeitalters sein. Wie Atom-WAFFEN WELTWEIT verboten wurden, so müssen auch die die ganze Welt und deren Menschen bedrohenden Atomkraftwerke VERBOTEN werden.“
"Ich verneige mich zutiefst vor den tapferen Feuerwehrmännern und den Technikern der Atomkraftwerke, die ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit, in Kamikazeeinsätzen, ihr Leben für das Leben von Millionen anderer aufs Spiel setzen.“
"Deutschland muß mit dem Ausstieg aus der Kernenergie mit gutem Beispiel vorangehen, dann muß Europa folgen – und DIE WELT."
Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planet zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen sind in sinnloser Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.
Gebet der Vereinten Nationen