MUGLA, inmitten der Rhodopen
„Das Dorf MUGLA in Bulgarien ist sehr stolz auf sein Ortsschild, dass quasi das Wahrzeichen dieses malerischen Dorfes in den Rhodopen darstellt. Wir, der Verein Freunde der Rhodopen e.V. würden gerne in Zuammenarbeit mit der Stiftung "Podkrepa na selo Mugla" (Unterstützung für das Dorf Mugla) ein Exemplar des Ortsschildes für Ihren Fernweh-Park stiften...“
Diese Mailanfrage von Thorsten Schlabach erhielt Fernwehpark Klaus Beer, der sofort hellauf begeistert war, denn das klang vielversprechend, das klang nach einem außergewöhnlichen Schildergruß zur Bereicherung des multikulturellen Fernwehparks.
Und so dauerte es nicht lange, bis ein Termin fest stand und sich die vier Vereinsmitglieder, die sich „Freunde der Rhodopen“ nennen, auf den Weg nach Hof machten. Über 5 Stünden Fahrt einfach von Lünen in die „Fernweh“-Stadt, um den Ortsnamen von Mugla, handgeschnitzt, an Fernwehpark Initiator Klaus Beer zu übergeben.
Es ist vier Uhr Nachmittags. Die Gäste sind eher als geplant eingetroffen, also gerade noch rechtzeitig, dass zumindest ein Teil des Schilderpanoramas noch in der Sonne leuchtet. Jetzt im Oktober ist um diese Zeit der Sonnenstand schon ziemlich niedrig und es geht rasend schnell, bis die Sonne hinter den Dächern der umliegenden Häuser versinkt und die medienerprobte Schilderkulisse im Schatten liegt.
Zu sehen sind auch die STAR-STERNE, die ähnlich des „Walk of Fame“ in HOLLYWOOD vor der Schilderkulisse im Gehweg eingelassen sind. Im Gegensatz zu Los Angeles wird das im Fernwehpark „Boulevard der Humanität“ genannt, da die Sterne nur an Stars und Prominente verliehen werden, die sich in ganz besonderer Weise für hilfsbedürftige Menschen auf der Welt engagieren.
Last not not least darf ein Bild vor dem Willkommenschild des Fernwehparks nicht fehlen. Diese Schilderfront mit dem Gruß des DALAI LAMA wird von der Sonne noch wunderschön beschienen und das erst vor zwei Tagen neu angebrachte Star-Schild von Arnold Schwarzenegger leuchtet wie im Sternenglanz von Hollywood.
MUGLA – eine Reise in eine andere Kultur und eine andere Zeit
Die von weither angereisten Gäste und natürlich Fernwehpark Initiator Klaus Beer freuen sich sehr, dass die Schilderübergabe von „MUGLA“ heute nun geklappt hat, bei bestem Wetter.
In MUGLA, Bulgarien, leben ca. 300 Einwohner, umgeben vom 1.450 meter hohen Gebirge der RHODOPEN.
MUGLA www.mugla.bg ist ein Dorf in den bulgarischen Rhodopen, einem Mittelgebirge auf der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland. Mugla hat knapp 300 Einwohner und liegt in einem abgelegenen Tal, rund 25 Kilometer von der Stadt Smolyan entfernt, am Fuss des höchsten Berges dort, des Golyam Perelik. Die Hauptstadt Sofia ist 250 Kilometer entfernt und zur bulgarisch, griechischen Grenze sind es nur 20 Kilometer.
Für Besucher ist Mugla eine Reise in eine andere Kultur und eine andere Zeit. Kleinbauern mit einer Kuh treiben diese morgens zum Grasen und stellen selbst Käse her, alte Frauen machen traditionelle Handarbeiten; nicht für Touristen sondern für den Eigengebrauch. Und rund um Mugla wandert man durch unberührte Natur, besucht den Wasserfall oder eine der Höhlen und lernt vor allem die Menschen kennen, deren Uhren so angenehm langsam laufen und die jeden Gast freundlich empfangen.
1:1 Nachbildung des Original Ortsschildes
Fernwehpark Initiator Klaus Beer freut sich sehr über diesen Schildergruß, der wirklich etwas ganz Besonderes ist. Denn es ist diesmal kein Schild aus Blech, sondern es wurde handgeschnitzt. Nicht von irgend jemand, sondern von dem Künstler, der auch das Ortsschild von MUGLA angefertigt hat.
Das „Mugla“-Schild, das nun im Fernwehpark die Touristen grüßt, ist eine 1:1-Nachbildung des traditionellen Schildes, das am Ortseingang hängt. Es ist das Markenzeichen des Dorfes, auf das jeder Besucher stolz hingewiesen wird.
Die Freunde der Rhodopen
Zur Schilderübergabe haben die „Freunde der Rhodopen“ extra T-Shirts anfertigen lassen, die sie heute, zu diesem besonderen Anlaß, das erste Mal tragen.
Unser Bild zeigt von links Torsten Schlabach, Rositsa Hadzhijska, Andrea Löhr und Heiko Weitkamp.
Weltenbummler Klaus Beer, immer interessiert an neuen Ländern und interessanten Gebieten auf unserer Erde, hat schon bei der ersten Konfrontation mit dem Wort „Rhodopen“ die Ohren gespitzt und gesteht: „Obwohl ich ja sehr viel reise, habe ich von diesem Gebirge leider noch nie etwas gehört. Das muß sich nun aber ändern – und interessiert sich sehr über den Verein, der mit viel Herzblut dieses schöne Fleckchen Erde bekannt machen möchte". Klaus möchte von Thorsten Schlabach mehr darüber wissen.
Thorsten Schlabach: „Der Verein "Freunde der Rhodopen" wurde im Mai 2010 in Lünen von einer Gruppe von Leuten gegründet, die mit den Rhodopen verbunden sind, entweder durch persönliche Kontakte oder einfach nur deswegen, weil sie dort schon mal Urlaub gemacht haben. Den Gründern des Vereins liegt in erster Linie am Herzen, einerseits die Rhodopen als schöne und sehr interessante Region mit ihrer Natur, den Menschen dort und ihren Traditionen einem breiteren Publikum in Deutschland als Ferienregion bekannt zu machen und andererseits dem Bulgarien-Bild in Deutschland etwas entgegen zu setzen. Die meisten Menschen denken halt immer noch bei "Polen" an "Auto klauen" und bei Bulgarien an "Zigeuner (im negativen Sinne), Mafia und Korruption".
„Es geht hier also um viel mehr als eine weitere schöne Urlaubsregion an den Mann zu bringen. Da wäre ja letztlich auch nicht die Aufgabe eines gemeinnützigen Vereins. Trotzdem sind wir aber der Meinung, dass der allerbeste Weg Vorurteile abzubauen und das Bild geradezurücken der ist, Menschen reisen zu lassen und sie sich dort ein eigenes Bild machen zu lassen.“
„Bisher ist gerade aus dem Rhodopen noch jeder zurück gekommen und hat gesagt, er habe sich nie vorstellen können wie schön und auch wie interessant es dort ist. Es sind halt nicht die Alpen, bloss woanders, sondern es ist eine eigene Landschaft mit einer eigenen und für Westeuropäer durchaus ein wenig exotischen Kultur. Diese Leute haben fortan mindestens mal ein differenziertes Bild im Kopf, wenn die Rede von Bulgarien ist. Es sind bis jetzt einfach nur zu wenige, die dort waren.“
„Wir hoffen, dass wir mit unserem Verein, in dessen Satzung die Völkerverständigung oberstes Ziel ist, in Zukunft noch mehr Menschen bewegen können, teilweise durch tatsächliche Reisen, wobei wir z.B. auch dabei unterstützen, dass Bulgaren nach Deutschland reisen können, z.B. zu kulturellen Veranstaltungen, teilweise aber auch publizistisch.“