Mit Charme, Chrom, Stern und Schild in den Fernwehpark
Vom 28. bis 30. Mai 2010 fand das jährliche Treffen des Clubs „Mercedes-Benz W 123“ in Hof statt. Der Einladung von Dr. Manfred Rudlof des Mercedes-Stammtisch Hochfranken-Westsachsen folgten rund 70 stolze Fahrzeugbesitzer dieses Mercedes Typs, die teilweise auch aus dem Ausland anreisten.
Bevor sie jedoch auf ihrer Strecke am Fernwehpark Station machten, um dort nach Schilder Ausschau zu halten, die die Antworten gaben auf zwei Fragen in einem Fragekatalog, den sie auf der Strecke abzuarbeiten hatten - und sich dort mit ihrem Kultfahrzeug vor der exotischen Schilderkulisse fotografieren zu lassen - erfolgte die offizielle Begrüßung im Autohaus Müller an der Ernst-Reuter-Straße durch den Rehauer Dr. Manfred Rudlof. Auch Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner begrüßte neben dem Rehauer Bürgermeister Michael Abraham die „Freunde des Sterns auf der Kühlerhaube“ auf das herzlichste.
Dr. Rudlof (links) und der stellvertretende Deutschland-Vorsitzende des Clubs, Michael Liesch (rechts), waren nicht mit leeren Händen gekommen. Sie brachten Fernwehpark Initiator Klaus Beer (Mitte) zwei wunderschöne, extra für den Fernwehpark hochwertig angefertigte Schildergrüße mit, die an das 16. Jahrestreffen des Mercedes-Stammtisch, der über 1300 Mitglieder zählt, in Hof erinnern sollen.
Wie schrieb die Hofer Frankenpost am 29.05. über das Treffen: „Der Rehauer ist selbstverständlich selbst ein Fan des W 123. Als Zugereister ist er zudem ein Fan der hiesigen Region und der grenzüberschreitenden, fränkisch-sächsischen Pflege des Hobbys Automobil. Dabei schätzt er, wie er in seiner deutschlandweiten Einladung an die Clubmitglieder schrieb, die hiesige "merkwürdig sprechende, aber herzliche Einwohnerschaft, die den harten Wintern trotzt und heimlich alte Mercedes pflegt".
Nach Erhalt der beiden Schilder ergriff Klaus Beer selbst das Mikrofon und bedankte sich herzlich über diese ganz besonderen Schildergrüße, die einen ebenso besonderen Platz im Fernwehpark erhalten werden. Dabei verwies Beer auf die Grundidee des Projekts, daß Gäste nicht nur immer Souvenirs von einer besuchten Stadt mitnehmen, sondern auch einmal etwas zurücklassen können, in diesem Fall den Namen ihres Heimatortes als Erinnerung an ihren Besuch – und als Synergieeffekt für die nachfolgenden Fernwehpark Besucher, die dann auf diese Stadt aufmerksam werden.
Mercedes-Benz W 123: Für Liebhaber ist er Kult in Reinform und symbolisiert als vierrädriger Vertreter mit Charme und Chrom die deutschen Siebziger- und Achtziger Jahre.
Aber auch ein echter Oldtimer war unter den Mercedes Liebhabern. Er gehört Wolfgang Spitzbarth vom VFE (Veteranenfreunde Erlangen und Umgebung), der an diesem Vormittag tatkräftig mithalf, die im Minutentakt ankommenden Mercedesfahrer für ein Foto vor der Fernwehpark Schilderkulisse einzuweisen.
Am Samstag dann, rollten sie vor dem Fernwehpark vor. Von 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr ließen sie sich, chromblitzend, in allen Farben, von knallrot bis bronzefarben und dunkelgrün oder sogar golden, gesteuert von ihren stolzen Besitzern, von Fernwehpark Initiator Klaus Beer vor der exotischen Kulisse des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts „Fernwehpark“ fotografieren.
Während Beer die Fotos schoß, machten sich die Fahrzeuginsassen auf die Suche nach zwei ganz besonderen Schildern, denn die beiden Fragen, die sie zu beantworten hatten, lauteten:
Wie weit ist es von Hof nach ANCHORAGE / Alaska?
und
Wer „wohnt“ unter dem „Beverly Hills“ ?
Wer „7.518 km“ an dem Weltwegweiser entdeckte und „Udo Jürgens“, dessen Star-Schild unter Beverly Hills angebracht ist, als Antwort in dem Fragekatalog vermerkte, hatte die Aufgabe gemeistert.
Dann ging es, nach einer Stadtbesichtigung in Hof über Schönwald und Selb weiter nach Schöneck ins „Basislager“, wo insgesamt 107 Mercedes-Fans zusammenfanden.
Hier nur eine kleine Bildimpression von den vielen, vor dem Fernwehpark vorfahrenden Mercedes Benz W 123, die sich mit Begeisterung vor der exotischen Schilderkulisse mit ihrem Prunkstück ablichten ließen.
Wolfgang Spitzbarth verteilte dazu Fernwehpark Prospekte mit der Bitte, daß besonders Mercedes-Fahrer aus dem Ausland ihre Ortsschilder nach Hof schicken sollten, die dann zu den beiden Erinnerungsschildern des Mercedes Treffen an einem eigenen Grußpfahl angebracht werden und für ewige Zeiten an diesen Ausflug in die „Fernweh“-Stadt HOF erinnern.