Junge Kubaner vom Fernwehpark fasziniert
Über 9400 Kilometer von zuhause weg haben junge Leute aus Kuba bei einer Stippvisite in Hof schnell noch Maß für das Ortsschild ihrer Heimatstadt Pinar del Rio genommen. Die fünf Schülerinnen und Schüler hielten sich zusammen mit einer Lehrerin im Rahmen des Projekts "Hilfe für Kuba trotz Blockade" der Sozialistischen Jugend SJD "Die Falken" in Deutschland auf.
Unter dem Weltwegweiser präsentierten die Gäste aus Kuba ihr wunderschönes Schild aus PINAR DEL RIO, das nicht nur durch den exotischen Wortlaut sofort Fernweh verursacht sondern auch übersetzt traumhaft klingt: "Pinienwald am Fluß"
Nach einem vierzehntägigen Sommerzeltlager im Bayerischen Wald waren sie eine Woche lang bei verschiedenen fränkischen Ortsvereinen zu Gast, bevor sie von Hof aus nach Berlin weiterreisten und von dort wieder nach Hause flogen. Dabei gab es ein herzliches Wiedersehen mit vielen deutschen Freunden, die sie von mehreren Aufenthalten auf ihrer Insel her kannten. Kontakte nach Pinar del Rio pflegen die fränkischen Falken schon seit 1995.
In der für den Tabakanbau für die berühmten "Havannas" geprägten Region helfen junge Franken alle zwei Jahre während mehrwöchiger Aurbeitseinsätze beim Aufbau und der Instandhaltung von Schulen. Die Bau- und Schulmaterialen werden von "Paten" und Firmen gespendet. Einmal hatten die auf die Karibikinsel gereisten Helfer dreißig Computer, 1000 Liter Farbe, fünfzig Neonlampen, mehrere Kloschüsseln und Waschbecken sowie einige Rollen Dachpappe dabei.
Um sich für die überwältigende Gastfreundlschaft der bescheiden lebenden Kubaner ein wenig revanchieren zu können, laden die Falken in den Jahren dazwischen die Schüler zum gemeinsamen Erleben und voneinander Lernen ein. Kosten für Flug- und Aufenthalt tragen der Bezirksverband und die jeweils besuchten Ortsgruppen. Die vom Hofer Fernwehpark faszinierten kubanischen Jugendllichen finden Deutschland "muy bien".