Für den Frieden unterwegs - auf zwei Rädern und mit wehenden Fahnen
"Auf Achse für Frieden, Abrüstung und ein ziviles Europa" waren ca. 25 Biker, die auf ihrer Friedensfahrradtour von Nürnberg über Bayreuth, Jena, Weissenfels nach Leipzig auch im Hofer Fernwehpark Station machten. Mit wehenden Fahnen trafen die Radfahrer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsgegner/innen (DFG-VK Bayern) im Namen des Friedens auch im Fernwehpark ein und warben dort für ein waffenfreies Europa.
Seit 2004 führen die Touren alljährlich zu Standorten der Rüstungsindustrie, zu Kasernen der Bundeswehr, zu Truppenübungsplätzen und anderen Militäreinrichtungen.
Die Friedensfahrradtour kann auch als „Aktions-Fahrradtour“ beschrieben werden. Die Radfahrer fahren nicht nur mit fahnengeschmückten Rädern von einem Ort zum anderen, zu den genannten Rüstungsbetrieben und Militäreinrichtungen. Sie gestalten auch Informationsstände, verteilen Flugblätter oder veranstalten kurze Mahnwachen vor Kasernentoren oder Rüstungsbetrieben.
Auf der Friedensradlertour 2010 übergaben die Teilnehmer, die von dem multikulturellen und völkerverbindenden Hofer Friedensprojekt begeistert waren, auch ein Grußschild an Fernwehpark Initiator Klaus Beer...
... das sie bereits auf einer ihrer vorhergehenden Friedenstouren mit Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (rechts) im Beisein der Presse auf dem Marienplatz vor dem Münchner Rathaus präsentierten.
Dieses Schild wird nun im Fernnwehpark seine Heimat finden, passt doch die GLOBALE BEDEUTUNG des Hofer Friedensprojekts in hervorragender Weise zu den Beweggründen, die die Friedensradler immer wieder auf die Straßen treiben.
Bei der anschließenden Führung durch den Fernwehpark durfte natürlich auch ein Bild bei dem Grußschild des Dalai Lama nicht fehlen.
Zum Abschluß überreichte Johanna Pfeffer das Schild offizielle an Fernwehpark Initiator Klaus Beer. Der Initiator bei der Führung durch den Park: "Ich spreche nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Durch über 30 Jahre Reisen mit der Filmkamera in der Welt weiß ich, wie wunderschön unser Blauer Planet Erde ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Machtgeilheit und religiösen Fanatismus soviel Leid über Unschuldige bringt. Ich habe mir deshalb geschworen eines nicht zu tun. Nämlich nichts zu tun. Deshalb steht der Fernwehpark, bewußt eröffnet an einem magischen Datum, am 9. November 1999 - zehn Jahre nach dem Fall der Mauer - als Zeichen für Grenzenlose Freiheit und für Völkerverständigung."
Und konkret: „Wenn sich Länder unbedingt bekriegen müssen, dann sollten sich die verantwortlichen Oberindianer beider Parteien ganz alleine auf die Köpfe hauen und das Mann gegen Mann ausfechten - und nicht Millionen von anderen, unschuldigen Menschen mit hineinziehen.“ Beer: „Mein Lieblingsspruch: „irgendein krankes Hirn ruft aus, es ist Krieg – und keiner geht hin.“
Und der Vorsitzende fügte hinzu: „Obwohl die Mauer gefallen ist, haben noch immer viele Menschen Schwierigkeiten auszureisen und in andere Länder einzureisen, das sprichwörtliche Fernweh kann nicht uneingeschränkt ausgelebt werden, die Freiheit des Menschen ist nicht überall gewährleistet.“
Nach dem Besuch des Fernwehparks geleitete Beer die Friedensradler mit dem Fernwehpark-Mobil zur Jugendherberge, wo sie nächtigten, bevor es dann am anderen Tag weiter zur nächsten Etappe Richtig Leipzig ging.