Heinrich der Wolf - Auf den Spuren von Johnny Cash
Diesmal ging es nicht um ein "besonderes" Schild, sondern um ein besonderes Event zu einem ganz besonderen Pfahl.
Er kann heulen wie ein Wolf, bellen wie ein Hund und singen wie Johnny Cash: HEINRICH, ein "bunter Hund" in der Country-Music-Scene.
Heinrich "just like Cash" rollte mit seinem Cadillac Eldorado Baujahr 1972 (8,2 l Hubraum, 375 SAE/PS, Gewicht: 2,4t, Frontantrieb, sämtliche Extras wie: Leder, Klima, elektr. Dach, Zentralverriegelung, Cruise - Control, original Farbe: wahrsch. dunkelrot), vor die Schilderkulisse des Fernwehpark Deutschland "Signs of Fame".
Da guckten sich die Passanten und Autofahrer fast die Augen aus, pfiffen und hupten. Doch was wäre erst passiert, wenn sie gewusst hätten, daß dieser Superschlitten, Inbegriff von Route 66-Feeling und Western-Countryträumen, einst dem größten Countrystar der USA gehörte, nämlich keinem geringeren als dem zu Lebzeiten schon zur Country-Legende gewordenen JOHNNY CASH persönlich - "The Man in Black". Und vor Cash fuhr den Wagen Waylon Jennings. Auch wurde das Auto genutzt von den "Highway Men". Unter diesem Begriff verbargen sich die klangvollen Namen Kris Kristofferson, Willie Nelson, Johnny Cash und Waylon Jennings. Sie nutzten das Fahrzeug für Paraden und PR-Auftritte. Und wie der Zufall es will. Nun steht das Traumauto keine zwei Meter von dem Schild "Austin/Texas" entfernt, mit dem WILLIE NELSON die Besucher des Fernwehparks grüßt.
Da steht er, ein Mann wie ein Bär, Heinrich Wulfes, der nicht nur den Cadillac von Cash besitzt, sondern sich auch einer grossen Stimmähnlichkeit mit der Stimme von Johnny Cash erfreuen kann. Doch nur unter seinem Vornamen "Heinrich" hat er es geschafft, in kürzester Zeit sich "just like Cash", d.h. in der Art von Cash interpretierend, in der deutschen Country Szene einen Namen zu machen.
So war er mit seiner Version von "Ring Of Fire" 28 Wochen (!!) in der Country Super 10 vertreten und ist jetzt mit seinem Song "Gimme Five, Johnny Cash" (prod. mit Dirk Schlag u. Willie Schulze) sogar in den deutschen "Country Airplay Charts" zu finden. In Anerkennung seiner "just like Cash" Produktionen erhielt er sogar Original Bühnenkleidung von Johnny Cash. Bundesweite Engagements, Radiogastspiele und Fernsehauftritte machten ihn ständig bekannter. Sein aktuelles Album "Cash Cadi(llac)" hat in der Fachwelt ungeteilte Anerkennung gefunden.
Der heiße Wind des Supersommers 2003 zerzaust Heinrichs blonde Haarsträhnen. Wie Johnny Cash schiebt er beim Fotoshooting die Oberlippe etwas vor und als er zu singen beginnt, bleiben die Passanten stehen - und staunen. Eine Stimme wie "the man in black" persönlich.
Up and away. Gedanklich und emotionell. Mit dem nächsten Silbervogel nach Nashville, Tennesee.
Ein Event wie aus einem Country-Traum. Fernwehpark Initiator Klaus Beer begrüsst Heinrich herzlich am Fernwehpark, zu dem er mit dem Cash-Caddi extra von einem Gastspiel in Bad Steben in die "Fernweh-Stadt" gefahren ist. Heinrich ist gerne gekommen, fühlt er sich doch hier so richtig heimisch zwischen Schildergrüssen von Countrykollegen wie Truck Stop, Willie Nelson, Gunter Gabriel und Tom Astor. "Mit dem habe ich erst letzthin früh um Fünf die Bar geschlossen", sagt er mit leichtem Grinsen.
Doch Heinrich hat noch etwas anderes als das Traumauto mitgebracht. Den Cash-Caddi wird er leider wieder mitnehmen - ein Schild aus Gifhorn, der "Mühlenstadt in der Südheide" und aus "Wolfsberg", seiner Heimatstadt, aber lässt er mit Freude und Stolz zurück. Denn ein Stück seines Herzens soll, für andere immer sichtbar, im Fernwehpark bleiben.
Stilleben "Caddi-Gitarre-Westenhut". Innerhalb von zwei Tagen hat Heinrich das Schild von der Gemeindeverwaltung bekommen und noch seinen Namen mit Spruch daraufdrucken lassen. "Heimat von www.HeinrichderWolf.de.
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Natürlich darf auf dem Schildergruß Heinrichs Unterschrift nicht fehlen. Auf der Vorder- wie auch auf der Rückseite, wo "Wolfsburg - Sassenburg - www.justlikeCash.de zu lesen ist.
Hier nun einige weitere Bilder von dem Fotoshooting am "Saale-River", bei dem es im wahrsten Sinne des Worte "heiß" herging. Fast so wie unter der brennendheißen Sonne Arizonas. Denn der Bilderbuchsommer 2003 setzt Assoziationen an die Wüstenstaaten Nordamerikas frei.
Wie alles begann
Doch wie kam Heinrich Wulfes zu dem Cadillac von Johnny Cash?
Heinrich erzählt: "Ich habe den Wagen ganz einfach über ebay ersteigert. Es war ein Montag, der 30.07.2001. Bis 20.30 Uhr lag noch kein Angebot vor. Mindestgebot waren 2.500 Dollar. Ich wurde durch einen Freund auf die Auktion aufmerksam gemacht. Nach Rücksprache mit einem weiteren Bekannten, der mir ein Foto des Wagens aus einem Prospekt zufaxte - stieg ich dann bei der Auktion ein." Um 23.06 Uhr war es dann soweit: Zuschlag! Heinrich Wulfes erhielt für für 3.061 Dollar den Johnny Cash Caddilac. Heinrich flog daraufhin zusammen mit seinem Freund in die USA. Nach Hendersonville, Tennessee, um den Wagen zu überführen.
Unser Bild zeigt Heinrich Wulfes mit dem Cadillac vor Johnny Cash Anwesen. Und Heinrich erzählt weiter: "Dort angekommen ergab die Begutachtung des Auto: Zwei Mäusenester, das Dach kaputt, nahezu alle Verschleißteile defekt, denn das Auto stand 2-3 Jahre in einer Scheune. Der Wagen wurde vor Ort zwei Tage lang notdürftig repariert. Trotzdem hielt das Fahrzeug danach die komplette Strecke von über 2000 km durch."
Wer's nicht glauben will, den überzeugt der Fahrzeugbrief von Johnny R. Cash.
Filmemacher Klaus Beer dreht in Gedanken schon ein Roadmovie, als Heinrich die Strecke beschreibt, über die der Cash-Caddi rollte: Smoky Mountains, North Carolina, South Carolina und Georgia nach Jacksonville, Florida.
Dort wurde das Auto eingeschifft - nach 3 Wochen auf dem Atlantischen Ozean kam der Wagen in Bremerhaven an. Selbst nach dieser langen Zeit sprang das Auto sofort an, erzählt Heinrich.
Biografie:
1950 geboren, nahm Heinrich mit 6 Jahren ersten Gitarrenunterricht, lernte später noch autodidaktisch Saxophon. Vom 13. bis 18. Lebensjahr war er Mitglied der Band "all fair" (South + Rock) und feierte erste regionale Erfolge als Sänger und Saxophonist mit Willie Schulze und anderen. Während der Ausbildung spielte Heinrich Wulfes in einer weiteren Band mit internationaler Besetzung (Marokkaner, Schwede, Chinese). Nach seiner Ausbildung zum Dipl. Kfm. (FH CH) Hotelerie in der Schweiz, leitete er mehrere Restaurants und war z.B. im Hilton Athen, Royal Westminster Hotel London und in einer Restaurantkette in Luxemburg tätig. Weiter fungierte er als Reiseleiter in Spanien und Kroatien. 1976 machte sich Heinrich Wulfes in Deutschland zusammen mit seinem Vater als Torfbauer selbstständig, baute Torf zur Verwendung im med. Bereich (Moorbäder) ab. Parallel dazu schuf sein Hobby die Grundlage zu seiner späteren Firma. Seine Liebhaberei zu Oldtimer und deren Sammeln, woraus sich sein späterer Beruf entwickelte (www.der-blickfang.de). Dabei importierte er als erster in Deutschland London-Doppeldeckerbusse und rüstete sie für den Personentransport um. Seit 1980 war er häufig geschäftlich in USA / Texas unterwegs, was widerum das Interesse an Country Musik spez. Johnny Cash weckte. Liebhaberei, Gesang und Beruf verschmolzen. Er schrieb vermehrt Songs und trat bei privaten Anlässen auf. Heinrich Wulfes Oldtimer-Sammlung wuchs zu einem großen Lager an Event-Fahrzeugen an (USA Schulbusse, Greyhound Busse, Spezialfahrzeuge, etc.). Die Kelly Family kaufte 3 ihrer Doppeldecker Busse bei ihm. Er schrieb Songs z.B. für Westbrook Band, gegründet von Willie Schulze. Der Song "Heidecowboy" wurde in der "Aktuellen Schaubude" vorgestellt. Bald veröffentlichte Heinrich Wulfes seine erste MC mit eigenen Country Songs: "Gifhorn, der Norden u. die Ferne" und spielte in der Westbrook Band. 1999 wurde sein Album "Zeitreise" mit Willie Schulze unter dem Namen "Mobil @" veröffentlicht. Dabei wurde er vermehrt von Fans auf die stimmliche Ähnlichkeit mit Cash angesprochen.
2001 hörte er zum um ersten Mal die neuen Cash CD's (American Recordings) "Solitary Man", "Unchained" und war sehr angetan vom Produzenten Rick Rubin. Aus tiefstem Herzen entstand nun der Wunsch solche Musik zu machen. Seither "studierte" er sein Vorbild J. Cash auch als Person: Zitat Heinrich: "...Cash fasziniert mich - ...er ist ein sehr gläubiger Mensch - das und seine bescheidene, zurückhaltende Art macht ihn mir zusätzlich sympathisch". Ab sofort wollte Heinrich Cash nacheifern, ohne jedoch die Wurzeln zu verleugnen. Juli 2001 dann der Wink des Schicksals: Heinrich Wulfes kauft das Autos von Johnny Cash. Herbst 2001: Verstärkter Kontakt zu Dirk Schlag (Gitarrist mit Nashville, St.Louis und L.A. Erfahrung. Tätig z.B. auch für Howard Carpendale, Claudia Jung, Matthias Reim, Felix de Luxe, Rolf Zukowski, Ted Herold, Rudolf Rock u. den Schockern...) Produktionsbeginn von neuem Album im "Cash - Stil" mit Willie Schulze, Dirk Schlag, McKinley Black (USA)
Heinrich der Wolf "just like Cash". Schweifender Blick in die Ferne, die Gitarre auf dem Rücken - auf der Suche nach dem Richtungsweiser, der nach Nashville/Tennessee zeigt. Abschied vom Fernwehpark, der Platz auch, wo sich Träume und Herzen der Country Fans vereinigen...